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Samstag, 16. Dezember 2017

[Rezension] Viel näher als zu nah

Quelle: Dressler
Viel näher als zu nah 
von Angela Kirchner  
Einbandillustration von Frauke Schneider

Erscheinungstermin: September 2017 
Hardcover, 14,5x21,0cm,
256 Seiten, ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-7915-0057-7

EUR 16,99 € | EUA 17,50  
ebook D & A: 11,99 


Verlag: Dressler








die Autorin: 

Angela Kirchner, geb. 1982, liebt Bücher, seit sie denken kann – und hat diese Leidenschaft als Buchhändlerin nach dem Abitur zum Beruf gemacht. Auch geschrieben hat sie schon immer und absolviert seit Mai 2014 ein Fernstudium an der Schule des Schreibens. Mit ihrem Mann, ihrem kleinen Sohn und einem Hund lebt sie in der Nähe von Würzburg.    


Klappentext:

"Am Anfang war der Knall. Es ist diese Nacht, diese Party, die alles verändert im Leben von Fey und Lucas. Fey und ihre Freundin wollen eigentlich nur nach Hause und geraten mitten rein in das Motorradrennen von Lucas und Ben, mitten rein in den Unfall. Mitten rein in ein neues Leben. Und dann treffen Fey und Lucas sich wieder. Obwohl sie sich hassen sollten, sprüht es Funken, und nicht nur vor Wut!." 


Zitat:
"Seine Pupillen weiten sich, verschlucken das Grau seiner Iris beinahe völlig. Ich kann sehen, was für einen Lärm meine Worte in seinem Kopf veranstalten.Seite 88 

Meinung:

Die Geschichte von Fey und Lucas beginnt auf einer Party, auf der sie sich kennenlernen. Gerade von seiner neuesten Eroberung versetzt, trifft der Jungmacho Lucas auf Fey, die alleine im Garten sitzt. Doch obwohl zwischen den beiden sofort eine gewisse Spannung zu spüren ist, endet der gemeinsame Abend der beiden recht abrupt, ohne dass er ihren Namen erfahren hätte. Auf dem Heimweg liefern sich Lucas und sein bester Kumpel Ben ein Motorradrennen, das leider in einem schweren Unfall endet. Lucas und ein Mädchen aus dem Auto werden schwer verletzt, das zweite Mädchen liegt sogar im Koma! Und ganz getreu dem Motto "Karma is a bitch" ist Fey natürlich eine der beiden Betroffenen...

"Viel näher als zu nah" ist eine Geschichte über Schuld, dem Umgang damit, Liebe und dem Weg zurück ins Leben. 
Thematisch hat es mir sehr gut gefallen und auch der Schreibstil konnte mich komplett einnehmen. Leicht, jugendlich und mit einer guten Prise Humor es schafft Angela Kirchner, diese schweren und ernsten Themen immer wieder angenehm aufzulockern. 
Was mir sehr gut gefallen hat sind die Perspektivenwechsel zwischen Fey und Lucas, die sich durch eine unterschiedliche Schriftart auch sehr gut auseinanderhalten lassen. 
Den größeren Teil erleben wir jedoch aus Lucas´ Perspektive, was mir persönlich -aus zwei Gründen- besonders gefallen hat. 
1. macht Lucas im Verlauf der Geschichte eine sehr angenehme Wandlung durch. Während er sich zu Beginn eher noch als ein kleiner Draufgänger mit prolligen Ansätzen zeigt, wird er mit jeder gelesenen Seite ernster und bodenständiger. Das fand ich nicht nur für den Charakter positiv, sondern wirkte auf mich auch authentisch, wenn man Themen wie Schuld und Schmerz im Hinterkopf hat.
2. bin ich mit Fey über nahezu das ganze Buch hinweg leider nicht ganz warm geworden. Sie war mir etwas zu sprunghaft, widersprüchlich und forsch. Oder würdet ihr euch selbst -bei jemandem, den ihr hasst und mit dem ihr normalerweise nicht reden wollt- zum Xbox-spielen einladen? Oder dessen Vater fragen, ob er euch nach Hause fährt? Also ich nicht!
Selbstverständlich verstehe ich ihr inneres Dilemma! Einerseits mag sie Lucas und andererseits nicht, denn schließlich ist er ja schuld an dem Unfall. Aber ihre Aktionen waren mir leider oftmals etwas zu überzogen oder unglaubwürdig.

Alles in allem habe ich das Buch gerne gelesen, denn es punktet mit Schreibstil, Grundidee und Emotionen. 
Leider muss ich jedoch auch zugeben, dass es mir manchmal zu vorhersehbar und konstruiert wirkte. Ab dem Unfall treffen sich die beiden andauernd wieder, stolpern von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen und ihre Gefühle füreinander sind mir persönlich zu lange etwas zu sprunghaft.
  
mein Fazit: 
                                 3 von 5 Sternen

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