Donnerstag, 30. April 2015

Mein Herz und andere schwarze Löcher - oder die schwarze Qualle in meinem Inneren

Quelle: FISCHER Sauerländer
Mein Herz und andere schwarze Löcher
von Jasmine Warga  
Originalverlag: Balzer + Bray, 2015
Aus dem Amerikanischen von Adelheid Zöfel

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Erscheinungstermin: 23. April 2015 
Gebunden, 384 Seiten
ISBN: 978-3737351416

€ (D): 16,99 € (A):  17,50 | SFR 24,50 
ebook € (D): 14,99 € (A):  15,50 




die Autorin:

Jasmine Warga lebt und schreibt in einem kleinen Dorf in Ohio. Sie glaubt daran, dass Ehrlichkeit das Allerwichtigste im Leben ist, und diese Ehrlichkeit kann jeder in ihren Texten spüren. Mit ›Mein Herz und andere schwarze Löcher‹ hat Jasmine Warga ein Debüt vorgelegt, das wie ein heller Stern am Himmel leuchtet.


Klappentext:

»Ich küsse ihn. Wir küssen uns! Ich versuche, mich nicht zu fragen, ob das nun richtig oder falsch ist. Mein Herz hämmert, und ich hoffe, dass sein Herz genauso wild klopft. Ich weiß, dass die Menschen einander seit tausend Ewigkeiten küssen, aber jetzt, in diesem Augenblick, fühlt es sich an, als wäre das Küssen ein Geheimnis, das nur Roman und ich kennen.«

Wenn dein Herz sich anfühlt wie ein gähnendes schwarzes Loch, das alles verschlingt, welchen Sinn macht es dann noch, jeden Morgen aufzustehen? Aysel will nicht mehr leben – sie wartet nur noch auf den richtigen Zeitpunkt, sich für immer zu verabschieden. Als sie im Internet Roman kennenlernt, scheint er der perfekte Komplize für ihr Vorhaben zu sein. Und während die beiden ihren gemeinsamen Tod planen, spürt Aysel, wie sehr sich auf die Treffen mit Roman freut, wie hell und leicht ihr Herz sein kann. Und plötzlich ist der Gedanke, das alles könnte ein Ende haben, vollkommen unerträglich ... Aysel beginnt zu kämpfen. Um ihr Leben. Um sein Leben. Und um ihre gemeinsame Liebe.

Eine Geschichte über zwei, die den Tod suchen – und die Liebe ihres Lebens finden

Zitate: 
Ich habe noch keine Seite gefunden, die direkt für unerwünschte Töchter psychotischer Schwerverbrecher gedacht ist, deshalb ist Smooth Passages für mich im Moment noch die passende Adresse. S. 17 
Das ist sicher ein Zeichen aus dem Kosmos - wenn du nur ein einziges Mal im Leben Glück hast und das ausgerechnet bei der Planung deines Selbstmords, dann ist es wirklich an der Zeit, dich zu verabschieden. S. 22
"Alles erschien mir immer so endgültig, so unentrinnbar, so vorherbestimmt. Aber ganz langsam fange ich an zu hoffen, dass das Leben mehr Überraschungen bereithält, als ich je geahnt habe." S. 290

Charaktere:

Aysel und Roman. Zwei junge Menschen, die sich zu Beginn der Geschichte noch gar nicht kennen, sind so gleich und doch irgendwie ganz anders.

Während Aysel an dem schweren Verbrechen ihres Vaters zu knabbern hat, ist es hauptsächlich die Angst so zu werden wie er, die ihr Leben nicht mehr lebenswert macht.
Es gibt niemanden, der sie vermissen würde. Fremde tuscheln hinter ihrem Rücken und selbst ihre Mutter will sie nicht -zu sehr erinnert Aysel sie an ihren Vater… Letztendlich sieht sie ihre Zukunft als schwarzes Loch, dass sie zu verschlingen droht. Es gibt nur einen Ausweg für sie und dieser besteht im Suizid.
Aus Angst, es nicht richtig zu machen und am Ende eventuell querschnittsgelähmt zu sein, oder gar oder zu kneifen, trifft sie einen folgenschweren Entschluss: Sie braucht einen Selbstmordpartner.

Das ist der Punkt, an dem Roman ins Spiel kommt. Roman wird von Selbstvorwürfen zerfressen, denn es ist seine Schuld, dass seine Schwester nicht mehr lebt. Während Aysel versucht, ihr Leben mir viel Sarkasmus und Humor zu überstehen, ist Roman ernst und in sich gekehrt. Er trauert und will seine letzten Tage in seiner gewohnten Art, leise und unbemerkt, hinter sich bringen. Er interessiert sich nicht für Spaß oder gar Dinge, an denen er sich erfreuen könnte. Er hat nur ein Ziel. Sterben. Und das um jeden Preis. Seine höchste Priorität ist ein Selbstmordpartner, der keine Niete ist.

So finden sie sich und sind gemeinsam einsam…

Aber ist wirklich alles so, wie es den beiden erscheint? Wäre die Welt ohne die beiden besser dran? Falls ja, wäre es nach ihrem Empfinden der perfekte Plan. Aber… was, wenn nicht???


Meinung:

Die Grundidee der von Ängsten, Depressionen und Kälte, aber auch von Hoffnung und Emotionen geprägten Geschichte über Aysel und Roman ist sehr beklemmend. Aber was soll man auch bei einer Protagonistin erwarten, deren Lieblingsinternetseite eine Plattform für Selbstmord ist und deren Vater ein psychotischer Schwerverbrecher ist?

Der Einstieg in die Geschichte ging für mich sehr locker von der Hand. Die Kombination von Aysels sarkastischer, zynischer Art, die einen oft schmunzeln lässt, und den Selbstmordgedanken, ist zwar irgendwie makaber, lockert aber auch immer wieder die Stimmung etwas auf.

Leider hält das nicht die gesamte Geschichte an, was zwar auf Grund der Thematik verständlich ist, aber stellenweise die Stimmung doch sehr schwer werden lässt. Ab und an war ich gezwungen das Buch, obwohl es durchweg packend ist, aus der Hand zu legen, um etwas anderes zu tun. Ein fröhliches Lied hören zum Beispiel ;)

Der Schreibstil ist fesselnd, so bekommt man z.B. viele Infos, auf die man HÄNDERINGEND hofft, nur nach und nach. Und ganz im Gegensatz zum Ernst der Lage ist er dennoch humorvoll und dabei so intensiv, dass er oftmals ein immenses Grübeln über das Thema an sich bewirkt, aber auch darüber, was es für das Umfeld bedeuten würde. 

Gerade an Stellen, die mit Romans Mom verknüpft sind, habe ich jedes Mal darüber nachdenken müssen, wie es für eine Mutter sein muss, ZWEI Kinder zu verlieren. Es ist ja schon schwierig an dem Verlust von einem Kind nicht zu zerbrechen…

Trotz des schwierigen Themas, ist „Mein Herz und andere schwarze Löcher“ ein ganz tolles Buch, das von Anfang an fesselt. Eine total faszinierende, sehr emotionale Reise, die ich sehr gerne angetreten bin. Viele Emotionen und schöne Charaktere ließen mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich hoffe, dass die Geschichte Mut macht auf Betroffene zuzugehen, sollte man ihnen begegnen. Oder, sollte man selbst betroffen sein, den Mut sich helfen zu lassen, oder es zumindest zu versuchen.

Wie viele solcher tragischer Schicksale wohl verhindert werden könnten, würde die Gefahr öfter rechtzeitig erkannt werden??

Das Ende war für mich anders als erwartet, aber da wird natürlich nichts verraten ;) Leider gab es ein paar Punkte die offen blieben, deren Aufklärung ich sehnsüchtig erwartet hatte. Z.B. warum Aysels Vater nicht da ist, wo er eigentlich sein sollte? Das hätte mir anders besser gefallen.

Überrascht hat mich das wirklich tolle und sensible Nachwort der Autorin, die uns auffordert, uns immer um für uns wichtige Menschen zu kümmern und für sie da zu sein. Sehr schön!

Vielen herzlichen Dank an Lovelybooks und den FISCHER Sauerländer Verlag für dieses Leserundenexemplar! 




mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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Dienstag, 28. April 2015

Die Pan-Trilogie, Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan

Quelle: Carlsen
Das geheime Vermächtnis des Pan
von Sandra Regnier  

Erscheinungstermin: 20. Dezember 2013

Taschenbuch
416 Seiten
ab 14 Jahren; 
12,5x3,5x19,0cm

ISBN: 978-3551313805

€ 8,99 [D] | € 9,30 [A] | sFr 13,50 [CH]  
ebook € 3,99 [D und A] | sFr 5,00 [CH

Verlag: Carlsen




die Autorin:

Sandra Regnier ist in der Vulkaneifel geboren und aufgewachsen. Nach der Schule und einer Ausbildung zur Beamtin wollte sie lange nach Frankreich auswandern. Stattdessen heiratete sie einen Mann mit französischem Nachnamen und blieb zu Hause. Heute ist Sandra Regnier selbstständig und versteht es, den schönen Dingen des Lebens den richtigen Rahmen zu geben. Das umfasst sowohl alles, was man an die Wand hängen kann, als auch die Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen.


Klappentext:

Felicity Morgan ist nicht gerade das, was sich die Elfenwelt unter ihrer prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist achtzehn, trägt immer noch eine Zahnspange, hat keinen Sinn für schicke Klamotten und scheint niemals genügend Schlaf zu bekommen. Leander FitzMor hingegen, der Neue an Felicitys Schule, ist der wohl mit Abstand bestaussehendste Typ Londons. Um keinen coolen Spruch verlegen und zu allem Überfluss auch noch intelligent – denkt Felicity, die Gott sei Dank nicht auf arrogante Frauenschwärme steht. Auch wenn diesen Leander immer jener seltsam anziehende Duft nach Heu und Moos umgibt und er sie manchmal anschaut, als könne er ihre Gedanken lesen. Aber das Schlimmste an dem Ganzen ist, dass er einfach nicht mehr von ihrer Seite weichen will …


Charaktere:

Felicity ist ein tollpatschiges Mädchen ohne wirkliches Selbstvertrauen, die zwar eine ganz tolle Clique um sich hat, aber dennoch in der Schule zu den Losern zählt. Gerade der dortige „Star Club„ hat es auf sie abgesehen, deshalb hagelt es durchgehend abwertende Kommentare sowie mitleidige und herablassende Blicke. Auch zuhause ist das Leben alles andere als rosig. Ihre alleinerziehende Mutter ist mit ihrem Pub völlig überfordert, weshalb sie nie Zeit für ihre Tochter hat und sich auch nicht um sie kümmert. Als wäre das noch nicht schlimm genug, muss Felicity selbstverständlich regelmäßig aushelfen –natürlich unentgeltlich–. Dies führt dazu, dass sie, trotz ihrer in der Regel guten Noten, sich des Öfteren Ärger in der Schule einhandelt, da sie regelmäßig zu spät kommt, oder nach Alkohol riecht. Ihr Ziel ist es später Lehrerin zu werden. Obwohl ihre Mutter es sich anders wünscht, will Felicity auf keinen Fall deren Pub übernehmen. 

Lee ist der Neue in ihrer Klasse. Er ist alles, was die Frauenwelt begehrt: charmant, schlagfertig, nett und hilfsbereit. Aber auch sehr gutaussehend und das weiß er! Er strotzt vor Selbstbewusstsein und macht, was er möchte. Ein Prinz Charming eben, dem die Frauenwelt zu Füssen liegt, ohne dass er dafür groß etwas tun müsste. Nur Felicity hält ihn für einen aufgeblasenen Schönling.
Keiner versteht so recht wieso, aber er hält sich ab seinem ersten Tag ständig in Felicitys Nähe auf. Was will er von ihr? Denn ehrlich gesagt macht er ihr, obwohl sie ihn natürlich auch attraktiv und interessant findet, auch Angst… Denn er kann recht aufbrausend sein! Und das in einem derart beängstigenden Ausmaß, dass es jedes Mal alle anderen in der näheren Umgebung verstummen lässt.


Meinung: 

Pan 1 war mein erstes Buch von Sandra Regnier und obwohl ich mir –hauptsächlich im 1. Teil– ein paar Kürzungen gewünscht hätte, da manche Phasen für meinen Geschmack einfach etwas zu weit ausufern, bin ich wirklich froh, es gelesen zu haben. Fay ist eine sehr sympathische Protagonistin und auch Lee lässt Leserherzen höher schlagen! Gerade die gemeinsamen Szenen, die oftmals mit Sarkasmus, Ironie und einer guten Portion Schlagfertigkeit von beiden Seiten gespickt sind, machen sehr viel Spaß. Der Schreibstil liest sich flüssig und ist wirklich eingängig. 
Immer wieder werden wir mit neuen Details gefüttert, so dass die Geschichte nie langweilig wird und sie hält auch die ein oder andere unerwartete Wendung für uns bereit. Warum z.B. hat Felicity plötzlich Visionen und hat Lee gar etwas damit zu tun? Und warum belatschert er sie, dass sie sich wehren und sich selbst nicht als Loser abstempeln lassen soll??
Mit jedem Kapitel wird die Story geheimnisvoller und in letztem Drittel geht es dann soweit, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Geschichte durchlebt einen solchen Wandel, dass…… ACH, lest selbst! :D


mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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Samstag, 25. April 2015

Amy & Matthew - Was ist schon normal?

Quelle: heyne>fliegt
Amy & Matthew - Was ist schon normal?
von Cammie McGovern  

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Originaltitel: Say what you will
Originalverlag: Pan Macmillan Childrens
aus dem Amerikanischen von: Beate Brammertz

Erscheinungstermin: 30. März 2015
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
352 Seiten, ab 14 Jahren; 13,5x21,5cm
ISBN: 978-3453269163
€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50 * (*empf. VK-Preis) 
ebook € 11,99 [D] | CHF 15,00 * (*empf. VK-Preis) 

Verlag: heyne>fliegt



die Autorin:

Cammie McGovern hat bereits Kurzgeschichten und drei Romane für Erwachsene geschrieben, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. AMY UND MATTHEW ist ihr erstes Jugendbuch. Die Autorin ist Mitbegründerin von WHOLE CHILDREN, eine Organisation, die Kinder mit einer Behinderung im Alltag unterstützt. Cammie McGovern lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Amherst, Massachusetts. 


Klappentext:

Die Geschichte einer großen Liebe, die sich gegen alle Widerstände behauptet

Die 17-jährige Amy ist ein besonderes Mädchen. Sie kann nicht sprechen und nicht ohne Hilfe laufen. Aber sie ist unglaublich klug und wahnsinnig hübsch – zumindest in den Augen ihres Klassenkameraden Matthew, der auch nicht so ist wie die anderen. Vor allem mit Nähe hat Matthew ein Problem. Doch genau die sucht Amy, die genug davon hat, wie ein rohes Ei behandelt zu werden. Im letzten Jahr der Highschool beschließt sie, dass das Leben jetzt beginnen muss. Und sie verliebt sich in den sensiblen Matthew. Dann aber begeht sie auf dem Abschlussball einen verhängnisvollen Fehler und verletzt Matthew zutiefst. Wird er ihr verzeihen?



Zitate:
"Es wäre schön, nicht zu sabbern und so die besten Seiten in meinen Lieblingsbüchern wellig zu machen, aber ich bin alt genug, um zu wissen, dass ein bisschen Spucke nicht das Ende der Welt bedeutet." Seite. 23/24

"Sein Atem roch nach Pfefferminze, als wollte er einen anderen Geruch überdecken. Vielleicht Alkohol? Oder die Krankheit, die er gerade an Matthew weitergegeben hatte, als er sich zu ihm gebeugt und ihn angehaucht hatte." Seite 170

Charaktere:

Amy ist ein mutiges, selbstbewusstes, humorvolles Mädchen und das trotz ihrer Behinderung, die sie sabbern, spastisch zucken und sie sich nicht verbal artikulieren lässt. Sie ist sehr intelligent und somit in den meisten schulischen Bereichen besser als ihre Mitschüler. Doch leider ist sie auch sehr einsam, denn Freunde hat sie keine. Zum Teil liegt das, abgesehen von ihrer Behinderung auch daran, dass ihre Mutter ihr Leben lang ihre schützende Hand über sie gehalten und sie einerseits in Watte gepackt, aber andererseits auch immer angespornt hat, besser, schlauer und stärker zu sein als alle Anderen. So fehlt ihr von klein auf jeglicher Kontakt mit Gleichaltrigen, abgesehen von der Schule, aber selbst dort wird sie immer von einem erwachsenen Pfleger begleitet. Ihre M
utter will beweisen, dass sie es trotz Behinderung schaffen kann

Matthew ist ein sehr nachdenklicher, ruhiger Junge, der sich seit der Trennung seiner Eltern tagtäglich viele Sorgen macht. Er ist schüchtern und ängstlich, was unter anderem dazu führte, dass er Zwangsneurosen entwickelt hat. Das Waschen seiner Hände, Antippen von Spindtüren und Zählen (aber nur bei geraden Ergebnissen!) beruhigt ihn. Er hat keine Freunde denn er setzt auch alles daran, nicht aufzufallen und unbemerkt zu bleiben.


Meinung: 

Amy und Matthew sind beide "Freaks", aber jeder auf seine eigene Weise. Während Sie mit ihrer Behinderung leben muss, ist er ein Zwangsneurotiker. Beide wünschen sich nichts sehnlicher als "normal" zu sein, dazuzugehören, sowie anerkannt und toleriert zu werden. Und so finden sie sich letzten Endes gegenseitig... Matthew bemerkt, obwohl er sie seit Jahren (zumindest vom Sehen her) kennt, erst an ihren Mails während seiner Bewerbung, wie nett und lustig sie eigentlich ist. So kommt es dazu, dass sie sich gegenseitig in ihrem Freaksein helfen. Er lädt ihre Akkus und trägt ihre Sachen, sie versucht ihm seine Ängste zu nehmen und mit kleinen Teilschritten seine Zwangsneurosen zu bekämpfen. Aber damit heilt sie sich ein Stück weit auch selbst. Zum allerersten Mal in ihrem Leben, kann sie HELFEN, statt immer nur geholfen zu bekommen. Wagemutig und mit viel Geschick, stürzt sie sich in diese Aufgabe um ihren ersten und bis dato einzigen Freund zu unterstützen und ihm zur Seite zu stehen. Die gemeinsamen Tage lassen beide ein normaleres Leben führen. Mit ihr fühlt er sich so gut, dass sogar die nervige Stimme in seinem Kopf verschwindet, und sie blüht in seinem Beisein auf und fühlt sich lebendiger als je zuvor. Könnten sie gar ihre gegenseitige Rettung sein?

Die Geschichte um Amy und Matthew zeigen uns vielerlei Dinge auf. 
Da wäre unter anderem die Tatsache, dass viele Leute sich durch Ängste oder der eigenen Selbstsicht dermaßen im Weg stehen, dass sie ebenso unter einer "Behinderung" leiden können, wie körperlich beeinträchtigte Personen. Das gewählte Thema Zwangsneurosen empfinde ich hierbei ein sehr gut gewähltes Beispiel. 
Aber auch wie wichtig Dinge wie Toleranz, Akzeptanz und Freundschaft für jeden von uns sind, genauso wie das Vermögen Ängsten entgegenzutreten und das Leben so zu nehmen, wie es nunmal ist. Mit seinen guten, aber auch seinen schlechten Seiten... Aber was noch wichtiger ist, vielleicht lässt es den einen oder anderen darüber nachdenken, wie wichtig und oft auch einfach es sein kann, die Augen nicht zu verschließen und anderen zu helfen, die eventuell in einer Situation stecken, in der Hilfe vonnöten wäre. Auch, wenn es sich nur um ein geliehenes Ohr handelt - das kann oftmals schon viel bewirken.

Die Geschichte läuft großteils über Dialoge zwischen 2 Personen, verbal oder per Mail, sowie den Gedanken Amys oder Matthews zu den einzelnen Geschehnissen ab, was einem das Hineinversetzen in die Ursachen, Beweggründe und die Charaktere generell mehr als einfach macht. Der Schreibstil ist flüssig, gut eingängig und schaffte es, mich durchgehend zu fesseln.
Obwohl Zwangsneurosen und Angstzustände ein ernstes Thema sind, konnte ich mich oftmals nicht genug zusammenreißen und musste einfach laut lachen. Die Ängste, die in Matthews Kopf herumspuken sind zwar eigentlich ganz und gar nicht witzig, aber manchmal einfach so abgehoben und für jemanden, der sich nicht in solch einem Zustand befindet, stellenweise so ulkig, dass normales Schmunzeln nicht mehr ausreicht. Eine gehörige Portion Ironie und Sarkasmus von beiden Protagonisten sind daran natürlich nicht ganz unschuldig ;) 
Aber lest selbst! 

Amy und Matthew ist eine tolle Geschichte über viele ernste Themen wie Zwangsneurosen, Angstzustände, Behinderungen durchsetzt mit vielen positiven Attributen wie Hoffnung, Humor, Liebe und vor allem Toleranz. Sie ist einfach wunderschön zu lesen und vielleicht... ja, vielleicht regt sie manch einen zumindest so weit zum Nachdenken an, dass es nicht witzig ist, sich über behinderte Personen, seien diese nun physischer, psychischer oder krankhafter Natur, lustig zu machen. 

Einen kleinen Abzug muss ich geben, da mir das Hin und Her zwischen den beiden letzten Endes einen kleinen Ticken zu viel war und somit leider auch mal Längen hervorgerufen hat. 
Dennoch war es für mich ein tolles Buch, das ich nur jedem empfehlen kann :) 


Vielen herzlichen Dank an heyne>fliegt für dieses Rezensionsexemplar! 



mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen



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Donnerstag, 23. April 2015

Blogtour - Finaler Tag - Die Bekanntgabe der Gewinner



Hallo ihr Lieben, 

und schon ist unsere Blogtour zu Lea T. Earls "Mercenary Warriors - Phoenixauch schon wieder vorbei... 
Es hat mir viel Spaß gemacht mit euch!

Vielen Dank an alle, die uns verfolgt und bei unserem Gewinnspiel teilgenommen haben! Es waren ein paar sehr interessante Antworten dabei :) 


Jaaaa, ich weiß. Das wollt ihr alles gar nicht wissen. Ok, ok, hier nun also die Gewinner ;)



  • Über je 3 signierte Lesezeichen dürfen sich SABINE KUPFER und TILLY JACK T R JONES freuen, 
und 
  •  das Exemplar von Band 1 "Phoenix" inkl. Widmung geht an: Karin

Herzlichen Glückwunsch!


Bitte meldet euch schnellstmöglich bei Lea
(bitte per Mail an: leatearl@yahoo.com), sie lässt euch die Gewinne dann zukommen. 
Ihr habt dafür eine Woche Zeit, 
sollten sich die Gewinner bis kommenden Donnerstag, den 30.04.2015 nicht zurückgemeldet haben, besteht kein Gewinnanspruch mehr und der Gewinn wird unter den übrigen Bewerbern neu verlost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Für Verlust (oder Ähnliches) auf dem Postweg kann keine Haftung übernommen werden.


Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße 
Jacqueline

Montag, 20. April 2015

Dark Elements 1 - oder... "Take me down to the paradise city..."

Quelle: Darkiss
Dark Elements - Steinerne Schwingen
Originaltitel: White Hot Kiss

Originalverlag: Harlequin Teen; März 2014
Fortsetzung: Stone Cold Touch, erschien im Englischen im November 2014

Aus dem Amerikanischen von Ralph Sander 

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Erscheinungstermin: 11. August 2014
Taschenbuch, 448 Seiten 
ISBN: 978-3956490484 
D: € 12,99 | A: € 13,40 | CHF 19,50 

Verlag: Darkiss



die Autorin:

Ihre ersten Geschichten verfasste Jennifer L. Armentrout im Mathematikunterricht. Heute ist der bekennende Zombie-Fan New York Times-Bestsellerautorin und schreibt Fantasy- und Liebesromane für Jugendliche und Erwachsene–und denkt nicht mehr an die schlechten Mathenoten von damals …


Klappentext:

Vampire waren gestern – jetzt kommen die Gargoyles!

Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!



Charaktere:

Layla ist auf den ersten Blick ein ganz normales, junges Mädchen. 
Auf den zweiten Blick, ist sie ein Wächter, denn dazu hat Abbot sie nach ihrer Aufnahme in die Wächterfamilie ausgebildet. 
Aber auf den DRITTEN... Ja, auf den dritten Blick ist sie zur Hälfte auch noch ein Dämon, was ihr das Leben in vielerlei Hinsicht erschwert.
Denn obwohl sie Abbot sehr dankbar ist und die Wächter als ihre Familie betrachtet, fühlt sie sich sehr einsam und ist letzten Endes nirgends richtig zugehörig. Zumal sie auch weder ihre leiblichen Eltern kennt, noch sich an ihr Leben VOR den Wächtern erinnern kann.
Bei den Wächtern wird sie nie ein vollwertiges Mitglied sein, da sie zur Hälfte Dämonin ist. Somit wird sie zwar geliebt, zumindest von ihren nächsten Verwandten, Abbot und Zayne, aber sie wird nie mit einem Wächter gepaart werden und in einen Gargoyle kann sie sich auch nicht verwandeln.
Zu den Dämonen gehört sie jedoch auch nicht, da diese sofort töten würden, sobald bekannt wird, dass sie ein Wächter ist. 
Zu allem Überfluss schafft sie es nicht zu 100% den Dämon zu besiegen, denn ihr Verlangen nach Seelen (sowohl die verdorbenen, als auch besonders reinen) nagt an ihr. 
Sie fühlt sich schwach, hat Angst und, als wäre das noch nicht schlimm genug, erkennt ein Teil der Wächter sie nicht an und möchte sie am liebsten tot sehen.
Als Roth in ihr Leben tritt und dieses gleich mal rettet, wird ihr Leben noch chaotischer, denn er sagt zwar, er wolle sie nur beschützen, aber wer kann schon einem Dämon trauen???
  
Roth... Tja, Roth ist wohl der typische Dämon. Eitel, selbstverliebt und über die Maßen von sich eingenommen. Er taucht aus dem Nichts aus, um Ruby zu retten und tut dies nicht, ohne uns Leser seine charmanteste aber auch provokanteste Seite zu zeigen. So oder so ist er ein starker Kämpfer, die Frage ist nur... Auf welcher Seite steht er wirklich? Aber lest selbst!


Meinung:

Im Kampf Gut gegen Böse hat sich Layla als perfekte Waffe erwiesen. Da sie mit der "Gabe" gesegnet ist, Seelen sehen zu können, zieht sie nachmittags los und markiert diejenigen, die keine haben. Die Wächter beseitigen diese Dämonen dann, während ihres nächtlichen Streifgangs. Klingt soweit ganz einfach meint ihr? Mitnichten...
Denn sie müssen sehr vorsichtig sein, da die Menschen nicht erfahren dürfen, dass es Dämonen gibt und sich zusätzlich noch regelrechte Wächter-Hasser zusammengerottet haben, von denen sie öffentlich verleumdet, und als gefährlich und krank dargestellt werden. 
Doch von jetzt auf gleich steigt die Anzahl der auftauchenden Dämonen ins Unermessliche an. 
Was wollen sie und wie kann man sie stoppen?
Ein gnadenloser Kampf zwischen Gut und Böse beginnt, in dem man selbst bald nicht mehr weiß, wem man noch trauen kann und wer Freund und wer Feind ist.

Der Schreibstil ist sehr jugendlich, flapsig gehalten. 
In Kombination mit dem süffisanten Charme von Roth, und den Schlagabtauschen, die er sich mit Layla liefert, musste ich des Öfteren laut auflachen und konnte mich wirklich sehr einfach in die Geschichte einlesen.

Die Mischung aus Action, so manch widerlichen Szenen (JAAA, es rollt auch schonmal ein Körperteil) und erotischem Knistern hat mir sehr viel Spaß gemacht (und ja, ich bezeichne es als "Knistern", denn es ist weder der Hauptbestandteil der Story, noch geht es richtig zur Sache)! 

Für mich war Steinerne Schwingen wirklich ein tolles Buch mit sehr gut gelungenen Charakteren, die mir definitiv die Zeit versüßt haben. 
Einzig das erste Drittel hätte meiner Meinung etwas gekürzt werden können, aber ich seh´s einfach mal als detailreiche Einführung und freue mich schon sehr auf Band 2 "Eiskalte Sehnsucht"


mein Fazit: 
                                 4 von 5 Sternen


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